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Kittel setzt Erfolgsgeschichte fort, Kaymer mit hervorragender Schlussrunde, Eishockey-Frauen auf Platz vier

In unserem Olympic Weekly schauen wir jede Woche auf das zurück, was in der Vorwoche im olympischen Sport passiert ist - selbstverständlich mit Fokus auf unsere deutschen Athletinnen und Athleten.

Eishockey

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat in der WM-Vorbereitung den nächsten Dämpfer kassiert. Auch im zweiten Duell mit Gastgeber Norwegen setzte es für das Team von Trainer Marco Sturm in Lillehammer mit 2:5 eine Niederlage. Im Vergleich zum 1:5 zwei Tage zuvor an gleicher Stelle zeigte sich die DEB-Auswahl aber verbessert. Im zweiten Aufeinandertreffen mit den Norwegern hatte Bundestrainer Marco Sturm einigen Leistungsträgern eine Verschnaufpause gegönnt.

Die deutschen Eishockey-Frauen haben bei der Weltmeisterschaft in Plymouth/USA auch im Spiel um Bronze eine Lehrstunde erhalten. Das Team von Bundestrainer Benjamin Hinterstocker unterlag Finnland mit 0:8 und beendete das Turnier auf Platz vier. Bei ihrer ersten Halbfinalteilnahme hatte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes gegen Gastgeber USA ebenfalls klar den Kürzeren gezogen. Den Titel sicherten sich die USA durch einen 3:2-Finalsieg nach Verlängerung gegen Kanada zum insgesamt achten Mal.

Die deutsche Nationalmannschaft der Frauen hat in ihrem ersten WM-Halbfinale klar die Grenzen aufgezeigt bekommen. Bei den Titelkämpfen in Plymouth/USA verlor das Team von Trainer Benjamin Hinterstocker gegen die Gastgeberinnen und siebenmaligen Titelgewinnerinnen deutlich mit 0:11 und verpasste damit wie erwartet den Einzug ins Endspiel.

Die deutschen Eishockey-Frauen haben Geschichte geschrieben und erstmals das Halbfinale einer Weltmeisterschaft erreicht. Bei dem Turnier in den USA gewann das Team von Benjamin Hinterstocker gegen Russland 2:1 und trifft nun am Donnerstag auf die favorisierten Gastgeberinnen. Kerstin Spielberger und Marie Delarbre erzielten die Tore gegen Russland.

Tennis

Die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber hat beim WTA-Hartplatzturnier in Monterrey/Mexiko ihr erstes Finale seit dem Triumph bei den US Open am 10. September 2016 erreicht. Die Weltranglistenerste aus Kiel besiegte in der Vorschlussrunde die als Nummer vier eingestufte Spanierin Carla Suárez Navarro mit 7:6, 6:1 und trifft nun auf Anastasia Pawljutschenkowa aus Russland.

Laura Siegemund hat trotz eines erneuten Kraftakts ihr drittes Finale auf der WTA-Tour verpasst. Bei der mit 776.000 Dollar dotierten Sandplatzveranstaltung in Charleston/South Carolina musste sich die 29-Jährige im Halbfinale der zehn Jahre jüngeren Russin Daria Kasatkina mit 6:3, 2:6, 1:6 geschlagen geben. Im vierten Duell mit Kasatkina war es ihre vierte Niederlage.

Ausgerechnet die in diesem Jahr formschwache Laura Siegemund hat beim WTA-Turnier in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina in der zweiten Runde für eine große Überraschung gesorgt. Die 29-Jährige setzte sich nach ihrem bislang besten Saisonleistung nach 3:02 Stunden gegen die Weltranglistenzehnte Venus Williams aus den USA mit 6:4, 6:7 und 7:5 durch. Siegemunds Fed-Cup-Kolleginnen Andrea Petkovic und Mona Barthel schieden dagegen aus. Petkovic verlor gegen die Lettin Anastasija Sevastova, Barthel unterlag der Kroatin Mirjana Lucic-Baroni.

Golf

Für Deutschlands Topgolfer Martin Kaymer lief es beim 81. US Masters in Augusta am "Moving Day" zunächst in die falsche Richtung. Der ehemalige Weltranglistenerste spielte auf der dritten Runde beim ersten Major des Jahres eine 74 und fiel mit insgesamt 220 Schlägen auf dem Leaderboard vom 16. auf den 28. Platz zurück. Der frühere US-Open-Sieger Justin Rose aus England und Sergio Garcia aus Spanien lagen mit jeweils 210 Schlägen in Führung.

Doch dann hat Martin Kaymer eine hervorragende Schlussrunde gespielt und beim Sieg des Spaniers Sergio García sein bestes Karriere-Resultat beim ersten Major-Turnier des Jahres erzielt. Der ehemalige Weltranglistenerste benötigte auf dem Par-72-Platz im weltberühmten Augusta National Golf Club wie am Freitag 68 Schläge und kam auf Rang 15 ins Klubhaus. Sein zuvor bestes Masters-Resultat war ein geteilter 31. Platz vor drei Jahren.

Leichtathletik

Der deutsche Rekordhalter Arne Gabius aus Bottwartal hat beim Hannover-Marathon aufgegeben. Wegen Beschwerden an der linken Achillessehne stieg der 36-Jährige bei seinem Comebaxck nach monatelanger Verletzungspause nach etwas mehr als zwei Dritteln der Distanz aus. Die Siege gingen bei den Männern an den Kenianer Allan Kiprono und bei den Frauen an die Deutsch-Äthiopierin Fate Tola aus Braunschweig.

Tischtennis

Der deutsche Tischtennis-Rekordmeister Borussia Düsseldorf hat zum siebten Mal das Finale der Champions League erreicht. Der viermalige Titelträger um Rekord-Europameister Timo Boll setzte sich im Rückspiel gegen Titelverteidiger AS Pontoise Cergy mit 3:1 durch. Die Düsseldorfer hatten bereits das Hinspiel in Frankreich 3:0 gewonnen. Bei den Frauen schaffte es Titelverteidiger ttc berlin eastside erneut ins Finale. Die Mannschaft um die Team-Olympiazweite Petrissa Solja gewann das Rückspiel gegen Linz AG Froschberg aus Österreich 3:0, im Hinspiel war ein 3:2-Sieg gelungen. Berlin spielt wie im Vorjahr gegen KTS Tarnobrzeg/Polen um den Titel.

Der zweimalige Tischtennis-Europameister Dimitrij Ovtcharov greift mit seinem russischen Klub Fakel Orenburg nach dem vierten Titel in der Champions League. Ovtcharov, Wladimir Samsonow und Jun Mizutani gewannen im Halbfinal-Rückspiel gegen den deutschen Vizemeister 1. FC Saarbrücken 3:0, das Hinspiel im Saarland hatte Orenburg mit 3:1 für sich entschieden.

Curling

Die deutschen Curler haben die Männer-WM im kanadischen Edmonton nach der verpassten Direktqualifikation für Olympia auf dem zehnten Platz beendet. Durch das abschließende 1:7 gegen Schottland kam die Mannschaft um Skip Alexander Baumann auf eine Gesamtbilanz aus ihren elf WM-Hauptrundenspielen von nur drei Siegen bei acht Niederlagen.

Die deutschen Curler haben ihre letzte kleine Chance auf die direkte Qualifikation für Olympia 2018 verspielt. Bei der WM in Edmonton kassierte das Team um Skip Alexander Baumann mit 5:8 gegen die USA und 7:8 gegen Norwegen weitere Niederlagen und kann nach sechs Pleiten aus acht Partien das direkte Ticket für Pyeongchang in den letzten drei Spielen nicht mehr holen. 

Radsport

Rekordsieger Marcel Kittel hat zum fünften Mal den Scheldeprijs gewonnen. Der Radprofi vom Team Quick-Step Floors entschied den Massensprint nach 202 Kilometern von Mol nach Schoten für sich. Der Vorjahressieger setzte damit seine Erfolgsgeschichte in Flandern fort. Zweiter wurde der Italiener Elia Viviani vor dem Franzosen Nacer Bouhanni.

Der belgische Olympiasieger Greg van Avermaet hat erstmals den Klassiker Paris-Roubaix gewonnen und sein bislang herausragendes Frühjahr gekrönt. Die Hoffnungen von John Degenkolb auf seinen zweiten Roubaix-Triumph erfüllten sich nicht. Der 28-Jährige kam mit einer Verfolgergruppe ins Ziel. Auf den siebten Platz sprintete der Rostocker André Greipel.

Rugby

Die deutsche 7er-Rugby-Nationalmannschaft hat ihr Ziel, in der nächsten Saison in der Sevens World Series anzutreten, knapp verpasst. Im Finale des Qualifikationsturniers bei den Hong Kong Seven unterlag die deutsche Auswahl Spanien am Ende mit 7:12. 

Zuvor zeigte sich das deutsche Team taktisch sehr gut eingestellt, als man im Halbfinale mit 19:7 gegen Chile gewann. Bevor man im Viertelfinale Hong Kong mit 14:7 besiegte, feierten die VII gleich drei Gruppensiege (24:21 gegen Tonga, 24:0 gegen Uganda und 32:12 gegen Jamaika) und zeigten so insgesamt eine starke Turnierleistung. 

[Quelle: SID]

Disclaimer

Die Aufzählung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir versuchen mit dem Olympic Weekly Olympia-Fans einen Überblick über das Wichtigste aus der vergangenen Woche zu liefern. Mehr und ausführlichere Informationen zu den einzelnen Sportarten gibt es auf den jeweiligen Verbandsseiten. 

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